Willemsen – Die Enden der Welt (Kamtschatka)

Und dann fasst dich die Fremde an, und du bist plötzlich sehr weit weg, unüberbrückbar entrückt wie in einem Exil, ohne die Möglichkeit einer raschen Heimkehr, ausgesetzt und abgeschoben. Die Fremde schließt dich dann ein, du stößt dich dauernd an ihr, kannst dich drehen und wenden, wie du willst, sie wird dasselbe Gesicht, dasselbe Unverständnis zeigen. Sie wird dich abgestoßen, ausscheiden, und du verlierst dich in der großen Wesenslosigkeit, auf den Gehwegen, die nirgends hinführen, zwischen den Häusern mit ihren blasigen Anstrichen, dem vom Salzwasser mitgenommenen Putz, in der grandiosen Tristesse einer Ansiedlung, die nicht behaust sein will, sondern zwischen den Versuchen, zu unterhalten, zu verwalten und zu ernähren keine Sprache gefunden hat.

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