Dostojewskij – Die Wirtin (Zweiter Teil, Kapitel III)

Er war versonnen und reizbar geworden; seine Empfindlichkeit entwickelte sich krankhaft und er verfiel unbewußt in eine böse, hartnäckige Schwermut. Er rührte zuweilen wochenlang kein Buch an. Die Zukunft war ihm verschlossen, sein Geld ging zur Neige, und er hatte die Hände vor der Zeit sinken lassen; er dachte nicht einmal an die Zukunft. Zuweilen tauchte sein einstiger Wissensdurst, das einstige Feuer, alle die Bilder, die er sich einst selbst geschaffen, deutlich aus der Vergangenheit vor ihm auf. Aber sie bedrückten und erstickten nur seine Energie. Der Gedanke wurde nicht Tat. Der Aufbau war zum Stillstehen gekommen.

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